[Rezension] Amputiert von Gord Rollo

x Autor: Gord Rollo
x Titel: Amputiert
x Originaltitel: The Jigsaw Man
x Genre: Thriller/Horror
x Erscheinungsdatum: Januar 2011
x 336 Seiten
x Otherworld Verlag
x ISBN: 3800095386
x Englischer Buchtrailer *klick*
x Erste Sätze: Prolog. Der Grund. Drummond Brothers Rock and Bowl, North Tonawanda, New York. Das Drummonds war mal ein tolles Lokal, eine altmodische, familiengeführte Bowlingbahn, allerdings leidet es in letzter Zeit an einer Identitätskrise. Die gemütlichen Holztische und -stühle sind durch hässliche, schwarze Plastikhocker mit glänzenden Chrombeinen ersetzt worden; das sanfte Neonlicht an der Decke durch in den Augen brennende violette und rote Spots; die beruhigende Hintergrundmusik durch basslastigen, trommelfellerschütternden, harten alternativen Rock.

Klappentext:

Was würden Sie für zwei Millionen Dollar tun?

Michael Fox ist bereit, dafür einen Arm zu verkaufen. An einen reichen, brillianten Chirurgen. Was kann dabei schon schiefgehen?
Mehr, als er sich in seinen schlimmsten Albträumen ausmalen könnte …

Rezension:

Gord Rollos Werk erregte schon wegen des Titels, “Amputiert”, mein Interesse. Für mich hat das Wort eine harte und grausame Bedeutung. Ein Wort, das in Zusammenhang mit Verlust und Schmerz steht – körperlich wie emotional. Wenn plötzlich ein Körperteil fehlt bedeutet das in so gut wie allen Fällen eine extreme Umstellung des Lebens – ich stelle es mir absolut grausam und schrecklich vor.

Bei diesem Buch ist es nicht nur so, dass der Titel am besten beschreibt worum es geht – die ganze Geschichte bildet einen permanenten Klos im Hals des Lesers. Man ist schockiert, der Hergang der Dinge schlägt einem gnadenlos in den Magen, es bleibt die Luft weg und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen.

Aber das ist wohl typisch für Fans des Thriller- und Horrorgenres. Die Sucht nach Fassungslosigkeit und völlig makaberer Perversion und damit wird man in “Amputiert” auf jeden Fall bedient. Das Motiv eines Albtraums – ein verrückter Arzt spielt Frankenstein und du kannst dich nicht wehren – jedes Mal wenn du erwachst, fehlt ein weiterer Teil deines Körpers…

Gord Rollos Schreibstil lässt, zumindest bei mir, keine Wünsche offen. Die in fünf Teile aufgegliederte Geschichte ist leicht zu lesen und mit einem sympatischen Protagonisten, nämlich dem obdachlosen Michael Fox, welcher sehr sarkastisch und mit einer angenehmen Waghalsigkeit ausgestattet ist, besetzt. Ein alles andere als perfekter Mensch, der aber trotzdem viel menschlicher ist, als viele “normale” Mitglieder unserer Gesellschaft – ein Mann, der das Herz am richtigen Fleck trägt.

Ganz klar muss gesagt werden, dass das Buch nichts für zartbesaitete Leser ist und wohl besser auch erst ab einem Alter von 18 Jahren gelesen werden sollte.

Fazit:

Eine fesselnde, alptraumhafte Geschichte über einen Mann, der in die Fänge eines wahnsinnigen, mit Körperteilen experimentierenden Arztes gerät.

Bewertung:

Über den Autor (lt. Klappentext):

Gord Rollo wurde 1967 in Schottland geboren. 1971 wanderte seine Familie nach Kanada aus und ließ sich in Dunnville, Ontario, nieder. Am Sheridan College in Oakville, Ontario, studierte er Betriebswirtschaft, Hauptfach Marketing. Zu schreiben begann er bereits in sehr jungen Jahren, ermutigt von seinem talentierten Vater. Er ist Mitglied der Horror Writer’s Association. Sein Hauptinteresse gilt Horror und Science-Fiction, in letzter Zeit widmet er sich auch dem Verfassen von Filmdrehbüchern.

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[Aktion] Die Welttag-des-Buches-Bücher treten ihre Reise an

Eigentlich wollte ich die Exemplare von “Die Drachen der Tinkerfarm” schon letzten Donnerstag auf die Reise schicken – aber da ich nun doch insgesamt 12 davon an euch und Freunde versende, musste ich warten, bis mich jemand zur Post fahren kann : ) – was heute der Fall ist. Ich wünsche euch schon mal viel Spaß beim lesen und würde mich über Feedback freuen, wie euch das Buch am Ende gefallen hat.

Natürlich hatte ich Hilfe von der besten Sekretärin der Welt – Morli ; )

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[Challenge+Buchzitate] Gesammelte Schätze im April 2012

Kampf der Druiden von Lara Connelly

“[...] Die Menschen vergessen ihre Herkunft, ihr Dasein im voran gegangenen Leben. Nur wer ganz tief in sich geht, versteht die Vergangenheit.”
(Eogan, Seite 264)

Die toten Frauen von Juárez von Sam Hawken

“[...] Was sind wir für Menschen, wenn wir unsere Herzen vergessen?”
(Sevilla zu Enrique, Seite 176)

Amputiert von Gord Rollo

Nichts geschah, und wenn die Götter, die über Wahnsinnige wachen, in jener Nacht beschlossen, auf mich herabzulächeln, so hatte ich nicht vor, ihre Gründe dafür infrage zu stellen.
(Mike, Seite 166)

Monatelang war ich ein ausgewiesenes Mitglied der Sternenflotte und kehrte nur auf die Erde zurück, um Medikamente nachzutanken.
(Mike nach der OP, Seite 210)

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[Aktion] Welttag des Buches 2012

Liebe Leser,

ich wünsche euch einen tollen Welttag des Buches im Jahre 2012 : ).

Jaha - ich bin der Anti-Fotoprofi :D

Wie viele andere von euch, gehöre ich zu den Lesefreunden, die anlässlich diesen Tages 30 Bücher verschenken dürfen – wobei ich “Die Drachen der Tinkerfarm” von Tad Williams und Deborah Beale bekommen habe.

Noch sind nicht alle Exemplare verplant – die ersten 5 die hier Bescheid geben, bekommen eines von mir zugeschickt ; ) [Edit: Bisher haben sich 8 Leute gemeldet - ihr bekommt alle ein Buch - aber ab jetzt keine Anfragen mehr, sonst werd ich arm *g*]. Außerdem habe ich schon einige an Freunde verschenkt, am Donnerstag geht noch ein ganzer Schwung zur Post und ich möchte ein paar in der Mittelaltertaverne hier in der Nähe austeilen und welche in der Psychiatrie hinterlegen und verschenken.

Außerdem behalte ich ein Exemplar selbst und ein weiteres bekommt der Mann meines Herzens, denn wir wollen uns gegenseitig daraus vorlesen, wenn wir nicht physisch beieinander sein können – schon toll, wenn er Bücher genauso vergöttert wie dich *schmacht* ;D.

Teilt ihr eure Leidenschaft für Bücher mit eurem Partner?

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[Rezension] Das Hexenbuch von Salem von Katherine Howe

x Autorin: Katherine Howe
x Titel: Das Hexenbuch von Salem
x Originaltitel: The Physick of Deliverance Dane
x Genre: Roman/Fantasy/Historisch
x Erscheinungsdatum: 24. August 2009
x 512 Seiten
x Page & Turner Verlag
x ISBN: 3442203562
x Erste Sätze: Heute sah ich, wie Giles Corey zwischen Steinen zu Tode erdrückt wurde. Zwei Tage lang hatte er so gelegen, ohne einen Laut von sich zu geben. Bei jedem Stein sagte man ihm, er solle gestehen, sonst würden es noch mehr Steine werden. Doch er flüsterte nur: mehr Gewicht. Mitten in der Menge stand auch Gevatterin Dane; als man den letzten Stein auf ihn legte, wurde sie bleich, nahm meine Hand und weinte. Brieffragment, datiert mit: “Salem Towne, 16. September 1692″ Aus dem Kabinett für seltene Handschriften des Athenäums in Boston

Klappentext:

Ein geheimnisvolles Buch. Eine mutige Frau. Ein dunkles Geheimnis, das Jahrhunderte zurückreicht.

Connie Goodwin ist fasziniert von den Hexenverfolgungen im Neuengland des 17. Jahrhunderts. Auch ihre Doktorarbeit befasst sich mit diesem Thema, und in den Kirchenregistern von Salem hofft sie, Originaldokumente aus jeder Zeit zu finden. Bei ihren Recherchen lernt Connie den jungen Restaurator Sam kennen, der ihr prompt seine Hilfe anbietet. Doch den eigenartigsten Fund macht Connie im Haus ihrer verstorbenen Großmutter, das in der Nähe von Salem etwas abgelegen in einem kleinen Küstenstädtchen liegt: Hier entdeckt Connie ein vergilbtes Pergament, das sie auf die Spur eines alten Buches mit sonderbaren Formeln und Rezepturen bringt. Als sich Connie näher mit dem Buch beschäftigt, kommt es plötzlich zu rätselhaften Ereignissen. Offenbar wohnt den alten Rezepten eine magische Kraft inne – und das bringt nicht nur Connie, sondern auch Sam in höchste Gefahr …

Ein großer Frauenroman mit magischen Elementen.

Rezension:

Nachdem der Titel dieses Buches schon zwei Worte enthält, mit deren Hintergrund ich mich seit langem beschäftige – nämlich Hexen und Salem – war noch bevor ich den Klappentext gelesen hatte klar, dass ich diesen Roman lesen muss. Eine nette Nebensache ist dabei, dass auch noch das Cover richtig toll aussieht.

Katherine Howes Schreibstil ist angenehm zu lesen und das Buch erinnerte mich oftmals ein bisschen an ein Computerspiel, bei dem man immer wieder neue faszinierende Sachen entdeckt, wenn man mit der Protagonistin, Connie, im Haus ihrer Großmutter auf Entdeckungstour geht.

Schon allein dieses besagte Haus an sich fand ich hinreißend. Es ist vollkommen eingewachsen, von außen kaum zu erkennen, ohne Strom und von der Autorin so interessant und genau beschrieben, dass man die alten, verstaubten Räume regelrecht vor Augen hat. Es ist aber ganz allgemein so, dass Katherine Howe viel Wert auf Details legt und genau das macht die Geschichte so lebendig.

Das Genre lässt sich schwer einordnen. Denn einerseits ist das Buch wie ein normaler Roman, wenn Connie sich in Bibliotheken herumtreibt und nachforscht – andererseits ist da ein gewisser Fantasyanteil, der vor allem gegen Ende in Form von Magie immer mehr in den Vordergrund rückt. Außerdem gibt es noch ein drittes Genre das bedient wird – nämlich der historische Roman.

Neben der Geschichte um Connie, die in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt, sind immer wieder Kapitel eingeschoben, die im 17. Jahrhundert spielen und die Geschichte ihrer Familie beleuchten.  Vor allem die von Deliverance Dane, die Opfer der Hexenverfolgung in Salem wurde und ihr Grimoire (Buch mit Rezepten und Zaubersprüchen) an ihre Tochter weitervererbte – das Buch, das Connie sucht.

Neben den gut ausgearbeiteten Charakteren der Geschichte fand ich vor allem die geschichtlichen Tatsachen interessant. Im Nachwort der Autorin wird erklärt, was im Roman auf wahren Begebenheiten beruht und dass die Frauen, die im Buch zum Tod durch den Strang – welche Szene wirklich heftig ist – verurteilt werden tatsächlich existiert haben und zum Großteil tatsächlich auf diese Art umgekommen sind.

Fazit:

Großartig recherchiert und sehr spannend mit einer gewissen Portion Magie.

Bewertung:

Über die Autorin (lt. Klappentext):

Katherine Howe schreibt zurzeit an ihrer Doktorarbeit an der Universität von Boston. Sie hat sich eingehend mit dem Thema Hexen befasst. Ihre Familie stammt aus der Nähe von Salem, einer kleinen Stadt in Massachusetts, die traurige Berühmtheit durch die Hexenverfolgung im späten 17. Jahrhundert erlangte. Zu den Vorfahren von Katherine Howe gehören Elizabeth Proctor, die der Hexerei angeklagt wurde, aber überlebt hat, und Elizabeth Howe, die in Salem als Hexe gehängt wurde.

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